WF: Superepische Megakampagne

this house is on fire

Am Abend unserer Ankunft sind wir zum Abendessen mit dem Fürsten und seinen Bediensteten eingeladen, es soll reichlich aufgetischt werden, auch die vom Fürsten höchstpersönlich erlegte Wildsau. Während die Vorbereitungen getroffen werden, beginnt Vigil mit den Erkundungen an der Stelle, die ihm am besten liegt: der Wachmannschaft. Ich lerne derweil Dr. Sieger und Schwester Sonya auf der Krankenstation kennen.
Der Esstisch ist reich gedeckt, mit der Sau, einem Truthahn, Gänsen und reichlichen Beilagen, doch die Stimmung ist äußerst befremdlich. Statt ausführliche Tischgespräche zu führen, ist jeder nur so schnell und so viel er kann ohne dabei auch nur mehr als nötig zu reden. Das Essen ist wirklich wunderbar, doch verwundert mich die eigentümliche Marinade der Gänse, wie auch die Sau einen unangenehm penetranten Nachgeschmack bereitet, der mich davor zurückschrecken lässt. Doch niemand, den ich sonst fragen kann, bemerkt davon. Auch der Versuchtan, dem Fürsten nochmal im Vertrauen von meiner Skepsis zu berichten, wird lediglich mit Verwunderung abgetan. In der Hoffnung, dass der nächste Tag mehr Antworten bringt, gehen wir zu Bett, doch die Nachtruhe bringt uns keinerlei Erholung. Vigil verschläft tatsächlich sogar den Wachdienst und auch der Hauptmann ist – wie wir – von der Nacht gezeichnet. Ich vermute, dass es wohl am Fleisch liegen könnte. Schwester Sonya, die nichts davon aß, bemerkt nichts, ebenso lässt sich auch der Verdacht vom Zwergischen Starkbier schnell als nichtig erachten. Doch wirklich schwerwiegend wird die Situation erst, als wir feststellen, dass Varn Hendricks unansprechbar mit seiner schwer eiternden Verletzung in seinem Gemach liegt und auch der Fürst sediert an sein Bett gefesselt ist; die meisten Anwesenden sind ebenfalls betroffen, der Kämmerer und drei Bedienstete sind verschwunden. Nachdem wir die Wachen verteilt haben, wollen wir uns auf die Suche nach einem Antidotum machen.
Sieger lässt Hendricks ins Hospiz finden, meint aber, nichts für Aschaffenberg tun zu können, also gehen Valandil und ich selbst hinunter. Auch Sonya kann uns nicht helfen, doch finden sie hinter der verschlossenen Tür, aus der die wütende Stimme drang. Valandil sieht, wie sie betend versucht das Leid eines wahnsinnigen Zwergen, der angebunden an eine Liege ist, zu lindern. Auf eigene Faust sehe ich nur noch in der Bibliothek einen winzigen Hoffnungsschimmer der Situation entgegenzutreten, doch auf dem Weg dorthin läuft uns der Bibliothekar Otto mit einer Kiste in die Arme, nur um direkt wieder die Flucht anzutreten. Nach einer kurzen Verfolgung können einige Vorräte aus der Küche als Inhalt ausgemacht werden. Valandil wartet vor Ottos Gemach auf eine Reaktion, während ich die Bibliothek durchforste.
Neben einigen Recherchenotizen zur Physis der Tiermenschen fallen mir lediglich zwei Bücher auf, die fälschlicherweise im Regal zu den Naturwissenschaften eingeordnet wurden. Es ist nicht üblich, dass so etwas der Pedanterie eines Bibliothekars entgeht… zudem enthalten sich nicht zu übersehende häretische Inhalte.
Währenddessen scheint Vigil ein Versteckspiel mit dem zur Fürstenwache abgestellten Pieter zu spielen. Als ich nach ihm sehe, versucht er gerade den sehr wachen Wachmann zu entlarven. Mit einer Finte schaffen wir es ihn zu stellen und lassen ihn Vigil auf dem Weg zu Valandil und Otto begleiten, um letzteren dort ebenfalls zur Rede zur stellen. Die Konfrontation führt allerdings nicht zu wesentlichen Erkenntnissen, noch zu gebrochenen Knochen, oder dem fehlenden Hinweis. Mit dem letzten, aber sehr mächtigem Mittel können wir das Schlimmste abwenden: aufrichtiger Ehrlichkeit. Hauptmann Blücher setzt die beiden Verdächtigen in Arrest und stellt uns Sven an die Seite, der die Aufrichtigkeit unserer Aussagen überprüfen soll. Immerhin erweist er sich als patenter Kerl und bietet uns gleichzeitig eine ausführliche Besichtigungstour. Jetzt gilt es nicht mehr nur dem Fürsten zu helfen, sondern auch noch uns selbst. Die Geschehnisse in diesem Jagdhaus aufzuklären ist hierbei unsere einzige Möglichkeit.
Was ist noch zu sagen?

  • Der Zwerg brüllt kryptische Dinge: Die Augen sehen alles! Versteck den Hammer! Das Auge sieht nicht, was das nicht sehende Auge weiß! Leider stiftet es vorerst mehr Verwirrung als es aufklärt, auch wenn Valandil – nachdem er erst Sonyas Holzamulett in Verdacht hatte – sich dann den verschwundenen Gegenstand in der Schmiede erinnert fühlt.
  • Brunners Luxuskutsche wird täglich gewienert, während die des aktuellen Herrn im Regen verwittert. Anscheinend vermissen alle eingesessenen Bediensteten ihren plötzlich verschwundenen Herren.
  • Die trunksüchtige Köchin würzt ihr Fleisch mit dem Tee des Arztes, der offenbar derart exklusiv ist, dass er nicht verraten will, um welches Kraut es sich handelt. Doch eine Notiz in Ottos Gemach versichert uns eindrücklich: Gans ist gut!
  • Der Jäger versucht die Jagd auf Tiermenschen mit Hilfe eines entsprechenden Trainingsköders zu erhöhen und scheint bei seiner Rückkehr ansonsten für die lokalen Verhältnisse eher zu den vertrauenswürdigen Bewohnern zu gehören.
  • Herr von Brunner hat einen eigentümlichen Geschmack beim Einrichten seines Wohngemachs bewiesen. Das ist sicherlich ein Fall für den Einsatz in 4 Wänden, aber ob die erklären können, wie man das Feng Shui wieder hinbiegen kann?
  • Sonya versucht den Schmied auch am Schrein im Garten zur Besinnung zu bringen, doch Sigmar mag sich nicht erbarmen. Bei genauerem Hinsehen stellen wir fest, dass sie eher versuchte ihn mit der Erinnerung an Bekanntes zur Besinnung zu bringen.
  • Der Arzt heilt die Kranken nicht, eine Schwester rettet einen magischen Zwergenhammer vor zu neugierigen Händen, aber scheitert an dessen Besitzer.
  • Letztlich fällt uns auf: Verdammt nochmal, wo befindet sich der Kämmerer?!

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StilzchenRumpel

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