WF: Superepische Megakampagne

Intermezzo

Sobald die Verwundeten versorgt sind, kann man die erste Bestandsaufnahme durchführen. Am sinnvollsten scheint, wenn – solange der der Fürst immernoch ans Bett gefesselt ist – Hauptmann Blücher und Varn Hendricks die Koordination übernehmen.
Mit dem übrig gebliebenen Personal kann damit begonnen werden unter der Anleitung Vigils die Wachanlagen auszubessern. Der Jäger kann das bisher unbekannte Tunnelnetz erkunden und statt Tiermenschen endlich wieder weniger wehrhaftes Wild erlegen.
Trotz der Geschehnisse und allem Verdacht gegenüber den Toten, gebietet es der Anstand und die Ehre Morrs, sie anständig zu bestatten, um ihren Seelen eine Chance auf Ruhe zu geben. Ebenso sollen Gerd, dessen Leib unwiederbringlich im Hain des Chaos verloren ging, wie auch Kurdens geplagte Seele in Sonyas Gebete eingeschlossen sein.
So sehr sich alle wünschen der Schockstarre nachzugeben, die sie erreicht hat, ist es doch jedem gewahr, dass es nichts bringt diesem Bedürfnis nachzugeben. Dennoch kann man Grunewald in diesen Tagen nicht als einen geschäftigen Ort betrachten, zu sehr ist es nötig den körperlichen und seelischen Wunden die zur Heilung benötigte Ruhe zu geben. Jeden Tag versorgen Sonya und ich die Wunden der Anwesenden mit dem zurückgelassenen Instrumentarium und dem Faxtroll aus dem Kräutergarten.
Nach zwei Tagen hat der Fürst dieses Hauses seinen Schlaf der Gerechten nun endlich ausgeschlafen und wird Zeuge der Berichterstattung und des chaotischen Zustandes seiner Besitzung. Wir bitten ihn darum, noch einige Zeit hier verweilen zu dürfen, wenn wir uns im Gegenzug nützlich machen.
Ich nehme mir in diesem Zuge die übrig gebliebenen Besitztümer des Arztes vor und bringe die Bibliothek wieder in Ordnung. Es soll sichergestellt sein, dass jede zweifelhafte Lektüre den Weg ins Feuer gefunden hat. Außerdem bietet die Ruhe dieser Tage mir nun endlich die Möglichkeit das Geschehene aufzuzeichnen, um die Notizen der nächsten Nachricht an meinen Meister beizulegen.
Das Training der Wachmänner ist eine dankbare Aufgabe für Vigil, der, trotz eines immernoch vor Erschöpfung zerknirschten Gesichtsausdruckes, darin seine Kraft wiederfindet.
Valandils Rippenfraktur scheint hartnäckig zu sein, doch die Milzruptur heilt mit viel Ruhe ab. Die Schmerzen lassen sich recht gut behandeln, doch sind in dieser Zeit Phasen der Schonung unabdingbar. Er beginnt sich recht gut mit dem Jäger zu verstehen, der von seinen Fähigkeiten im lautlosen Pirschen und Jagen nicht unbeeindruckt ist.
Bis der Fürst seine Gefolgschaft wieder auf Vollzahl aufstocken kann, verbringen wir eine wirklich angenehme Zeit im Jagdhaus und lernen den einst prächtigen Landsitz eines der einst ehrhaftesten Geschlechter der Gegend zu schätzen. Ebenso bietet sich nun endlich eine Möglichkeit einander nach den überstandenen Abenteuern besser kennen zu lernen.

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this house is haunted

Nachdem ich mir genau diese Frage den ganzen Tag schon immer wieder stellte, brennt sie doch nun derart unter den Nägeln, dass sie auch jeden anderen antreibt. Nur weil er uns bei unserer Ankunft bereits derart beobachtet hat, wollte ich ihn nicht direkt als Hauptverdächtigen führen, doch der immer wieder in mir aufkeimende Gedanke scheint sich weiter zu bestätigen.
Der Kämmerer befehligt die Bediensteten und auch von ihm stammt der Auftrag, Brunners Luxuskutsche zu pflegen. Außerdem, so Sonya, konferierte er gerne mit dem Doktor, dem sie auch das Vertrauen versagt.
Bei einem konspirativen Treffen mit Blücher und dem Jäger mag die Erkenntnis Valandil wie Schuppen von seinen Augen fallen: die Kiste mit Vorräten war nicht vergiftet und sie war auch nicht für Otto bestimmt; “Wer einfach nur verfressen ist, futtert das Zeug direkt in der Küche. Es macht keinen Sinn sich Vorräte mitzunehmen.” Kaum zu glauben, dass wir dem Geheimnis so nah waren, aber nun steht es fest.
Wir durchforsten jeden Winkel in der Bibliothek, doch finden nichts, bis auf die obligatorische Staubschicht und diesen unglaublich hässlichen Teppich in der Mitte des Raumes, der – wenn man genau hinsieht – irgendeinen Mechanismus verbirgt… und darunter eine – wer hat es gedacht – Falltür. Die gehört bestimmt zu den nicht vorhandenen Geheimgängen, eine Standardausstattung in jedem herrschaftlichen Haus, nur eben garantiert nicht in diesem. Dann machen wir uns also bereit, ich eine kleine Lichtkugel und betreten den nicht vorhandenen Tunnel. An zwei Abzweigungen können wir Zugänge zum Schlafgemach des Fürsten und zum Weinkeller finden. Jemand hat den Mechanismus an der Falltür im Fürstengemach manipuliert, so dass diese nur von unten geöffnet werden kann. Von dort aus geht es weiter hinab.
Ein Stolperdraht beendet jäh unsere Erkundungstour, die uns zu den zwei bisher vermissten Bediensteten Konrad und Hannah führt… und zu deren Armbrüsten. Valandil kann das erste Duell klar für sich entscheiden, womit die zweite Kultistenseele ihr Heil im Suizid sucht. Ihre Anhänger in Form eines Auges mit einer blauen Feder zerstört Vigil. Die beiden Armbrüste werden auf Valadil und Sven verteilt, dann geht es weiter, bis zu einem magischen Hindernis. Valandil streckt den Kopf durch den magischen Vorhang und wird prompt von einem Bolzen getroffen.
Piersons verletztes Auge ist wohl weniger eine Behinderung als eine Optimierung, so wie auch der verletzte Arm des Gärtners wirklich derart schlecht heilt, dass er mehr einer Klaue gleicht. Damit wäre das Gefecht eröffnet und da das Ende eines Tunnels wohl auch als eine Art von Grube bezeichnet werden kann, ist Vigil wohl voll in seinem Element. Nach einem anfänglichen Schock über die Macht in dieser Sphäre, entschließe ich mich die besonders starken magischen Winde doch dazu zu nutzen dies hier zu beenden. Pierson schafft es doch leider seinen ehemaligen Herren zu beschwören, bedachte allerdings nicht, dass sich dieser auch in seinem Kopf materialisieren könnte. Um ehrlich zu sein, fliegende Kultistenreste sind nicht unbedingt das, womit ich gerne meine Tage verbringe, zum Glück haben wir bisher nicht so viel gegessen, dass wir in der Lage gewesen wären zu kotzen. Meine Mitstreiter geraten zunehmend in Bedrängnis, vor allem Valandil ist zunehmend erschöpft, doch der Zwergenhammer scheint in seinem Element und hilft uns den Dämon zu bezwingen und danach schleunigst die Flucht anzutreten. Ich sehe, dass Valandil es alleine nicht schafft während Vigil die Sphäre mit einem Hechtsprung verlässt. Beim Versuch dem Elfen aufzuhelfen verliere ich kostbare Zeit.
Wieder an der Oberfläche angekommen erkennen wir auch dort die Reste eine Massakers. Die sich gerade zurückziehenden Tiermenschen haben die Köchin in Stücke gerissen, die arrestierten Verdächtigen in ihren Zellen getötet, wie auch viele andere. Lediglich der Stallbursche, der Hauptmann, der Jäger, Sonya, Sven, Ernest, die verletzten Wächter, der junge Kutscher, Hendricks und sein Herr bleiben übrig, der Arzt ist verschwunden; die Tiermenschen haben – so scheint es mir – die letzte Spreu vom Weizen getrennt. Wie ich es bei unserer Ankunft meinen Mitstreitern noch sagte, sie reagieren aggressiv auf Magie, etwas hier muss sie anlocken. Damit sollten die Angriffe wohl auch erstmal ein Ende gefunden haben.
Sonya und ich helfen den Verletzten und alle anderen beginnen mit den Aufräumarbeiten, bis zwei Tage später auch Aschaffenberg wieder zu sich kommt.
Um selbst zur Ruhe zu kommen und bei den Aufräumarbeiten zu helfen, beschließen wir erst einmal noch einige Zeit zu bleiben.

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this house is on fire

Am Abend unserer Ankunft sind wir zum Abendessen mit dem Fürsten und seinen Bediensteten eingeladen, es soll reichlich aufgetischt werden, auch die vom Fürsten höchstpersönlich erlegte Wildsau. Während die Vorbereitungen getroffen werden, beginnt Vigil mit den Erkundungen an der Stelle, die ihm am besten liegt: der Wachmannschaft. Ich lerne derweil Dr. Sieger und Schwester Sonya auf der Krankenstation kennen.
Der Esstisch ist reich gedeckt, mit der Sau, einem Truthahn, Gänsen und reichlichen Beilagen, doch die Stimmung ist äußerst befremdlich. Statt ausführliche Tischgespräche zu führen, ist jeder nur so schnell und so viel er kann ohne dabei auch nur mehr als nötig zu reden. Das Essen ist wirklich wunderbar, doch verwundert mich die eigentümliche Marinade der Gänse, wie auch die Sau einen unangenehm penetranten Nachgeschmack bereitet, der mich davor zurückschrecken lässt. Doch niemand, den ich sonst fragen kann, bemerkt davon. Auch der Versuchtan, dem Fürsten nochmal im Vertrauen von meiner Skepsis zu berichten, wird lediglich mit Verwunderung abgetan. In der Hoffnung, dass der nächste Tag mehr Antworten bringt, gehen wir zu Bett, doch die Nachtruhe bringt uns keinerlei Erholung. Vigil verschläft tatsächlich sogar den Wachdienst und auch der Hauptmann ist – wie wir – von der Nacht gezeichnet. Ich vermute, dass es wohl am Fleisch liegen könnte. Schwester Sonya, die nichts davon aß, bemerkt nichts, ebenso lässt sich auch der Verdacht vom Zwergischen Starkbier schnell als nichtig erachten. Doch wirklich schwerwiegend wird die Situation erst, als wir feststellen, dass Varn Hendricks unansprechbar mit seiner schwer eiternden Verletzung in seinem Gemach liegt und auch der Fürst sediert an sein Bett gefesselt ist; die meisten Anwesenden sind ebenfalls betroffen, der Kämmerer und drei Bedienstete sind verschwunden. Nachdem wir die Wachen verteilt haben, wollen wir uns auf die Suche nach einem Antidotum machen.
Sieger lässt Hendricks ins Hospiz finden, meint aber, nichts für Aschaffenberg tun zu können, also gehen Valandil und ich selbst hinunter. Auch Sonya kann uns nicht helfen, doch finden sie hinter der verschlossenen Tür, aus der die wütende Stimme drang. Valandil sieht, wie sie betend versucht das Leid eines wahnsinnigen Zwergen, der angebunden an eine Liege ist, zu lindern. Auf eigene Faust sehe ich nur noch in der Bibliothek einen winzigen Hoffnungsschimmer der Situation entgegenzutreten, doch auf dem Weg dorthin läuft uns der Bibliothekar Otto mit einer Kiste in die Arme, nur um direkt wieder die Flucht anzutreten. Nach einer kurzen Verfolgung können einige Vorräte aus der Küche als Inhalt ausgemacht werden. Valandil wartet vor Ottos Gemach auf eine Reaktion, während ich die Bibliothek durchforste.
Neben einigen Recherchenotizen zur Physis der Tiermenschen fallen mir lediglich zwei Bücher auf, die fälschlicherweise im Regal zu den Naturwissenschaften eingeordnet wurden. Es ist nicht üblich, dass so etwas der Pedanterie eines Bibliothekars entgeht… zudem enthalten sich nicht zu übersehende häretische Inhalte.
Währenddessen scheint Vigil ein Versteckspiel mit dem zur Fürstenwache abgestellten Pieter zu spielen. Als ich nach ihm sehe, versucht er gerade den sehr wachen Wachmann zu entlarven. Mit einer Finte schaffen wir es ihn zu stellen und lassen ihn Vigil auf dem Weg zu Valandil und Otto begleiten, um letzteren dort ebenfalls zur Rede zur stellen. Die Konfrontation führt allerdings nicht zu wesentlichen Erkenntnissen, noch zu gebrochenen Knochen, oder dem fehlenden Hinweis. Mit dem letzten, aber sehr mächtigem Mittel können wir das Schlimmste abwenden: aufrichtiger Ehrlichkeit. Hauptmann Blücher setzt die beiden Verdächtigen in Arrest und stellt uns Sven an die Seite, der die Aufrichtigkeit unserer Aussagen überprüfen soll. Immerhin erweist er sich als patenter Kerl und bietet uns gleichzeitig eine ausführliche Besichtigungstour. Jetzt gilt es nicht mehr nur dem Fürsten zu helfen, sondern auch noch uns selbst. Die Geschehnisse in diesem Jagdhaus aufzuklären ist hierbei unsere einzige Möglichkeit.
Was ist noch zu sagen?

  • Der Zwerg brüllt kryptische Dinge: Die Augen sehen alles! Versteck den Hammer! Das Auge sieht nicht, was das nicht sehende Auge weiß! Leider stiftet es vorerst mehr Verwirrung als es aufklärt, auch wenn Valandil – nachdem er erst Sonyas Holzamulett in Verdacht hatte – sich dann den verschwundenen Gegenstand in der Schmiede erinnert fühlt.
  • Brunners Luxuskutsche wird täglich gewienert, während die des aktuellen Herrn im Regen verwittert. Anscheinend vermissen alle eingesessenen Bediensteten ihren plötzlich verschwundenen Herren.
  • Die trunksüchtige Köchin würzt ihr Fleisch mit dem Tee des Arztes, der offenbar derart exklusiv ist, dass er nicht verraten will, um welches Kraut es sich handelt. Doch eine Notiz in Ottos Gemach versichert uns eindrücklich: Gans ist gut!
  • Der Jäger versucht die Jagd auf Tiermenschen mit Hilfe eines entsprechenden Trainingsköders zu erhöhen und scheint bei seiner Rückkehr ansonsten für die lokalen Verhältnisse eher zu den vertrauenswürdigen Bewohnern zu gehören.
  • Herr von Brunner hat einen eigentümlichen Geschmack beim Einrichten seines Wohngemachs bewiesen. Das ist sicherlich ein Fall für den Einsatz in 4 Wänden, aber ob die erklären können, wie man das Feng Shui wieder hinbiegen kann?
  • Sonya versucht den Schmied auch am Schrein im Garten zur Besinnung zu bringen, doch Sigmar mag sich nicht erbarmen. Bei genauerem Hinsehen stellen wir fest, dass sie eher versuchte ihn mit der Erinnerung an Bekanntes zur Besinnung zu bringen.
  • Der Arzt heilt die Kranken nicht, eine Schwester rettet einen magischen Zwergenhammer vor zu neugierigen Händen, aber scheitert an dessen Besitzer.
  • Letztlich fällt uns auf: Verdammt nochmal, wo befindet sich der Kämmerer?!
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into the trees

Um der Ursache für die offensichtlich verletzte Hand Hendricks’ und seiner ständigen Flüche auf den Grund zu gehen, versuche ich den Weg für eine Konversation zu ebnen, als einer der Wächter, die mit Valandil hinter der Kutsche herlaufen, von einem kürzlichen Angriff der Tiermenschen auf Grunewald berichtet. Manfred Klammerer erzählt von zahlreichen Verletzen unter den Bediensteten, teilweise sehr schwer. Auch Hendricks habe daher die Probleme mit seiner linken Hand. Einen derartigen Angriff nennt er hierbei besonders außergewöhnlich, sind doch sonst eher Überfälle auf Reisende und Kutschen das Metier der Tiermenschen. Lediglich die stärkere Bedrängnis der Tiermenschen durch die in Friedenszeiten besonders jagdlustigen Zwerge im Süden des Reikwaldes könne die vermehrten Scharmützel mit den Tiermenschen in diesem Gebiet erklären. Dennoch, die Tiermenschen scheinen sich, obwohl sie sonst niemals Siedlungen angreifen, förmlich um das Anwesen des Fürsten herum zu sammeln.

Sobald wir den dichteren Teil des Waldes betreten, in dessen Mitte sich das Jagdhaus befindet, weicht die übliche Laune einer zwielichten Stille. Jeder der Bediensteten des Fürsten wartet nur darauf, dass etwas passiert. Beinahe zeitgleich erblicke ich im nahen Gebüsch neugierige Augen, deren Besitzer sich schnell davon macht. Uns bleibt nichts anders übrig als die Waffen bereit zu halten.

Gerade als wir das Anwesen betreten wollen offenbart sich der Hinterhalt. Fünf Tiermenschen versuchen die Chance zu nutzen und in das Innere vorzudringen. Uns nehmen sie erst wahr als wir uns ihnen in den Weg stellen. Das war also der Grund aus dem man uns beobachtet hat.

Nachdem wir das Anwesen selbst nun endlich betreten konnten offenbart sich uns direkt das Anliegen unseres Auftraggebers. Bereits die Stallburschen machen einen völlig demotivierten Eindruck. Sie stehen so lange da und starren in die Luft, bis Hendricks sie scharf anblafft, und sie tun auch nur gerade so viel wie ihnen aufgetragen wird. Derweil gehen wir unserer Berufung nach und bringen das gewünschte Mobiliar des Fürsten in sein Gemach.

Während wir unser Werk verrichten bemüht sich der Rest der Bediensteten um die optimale Ruheposition, bis auf einen. Ein einäugiger Mann beobachtet uns grimmig dreinschauend aus einem Seitenfenster im ersten Stockwerk. Sobald ich meinen Kopf in seine Richtung drehe, versteckt er sich. Darauf angesprochen gibt der Fürst ihn als seinen Kämmerer Gregor Pierson zu erkennen, der sein Auge wohl ebenfalls durch den Angriff der Tiermenschen verlor. Wir bitten darum, dass der Medicus des Anwesens sich Valandils Verletzung annehmen könne. Nachdem dieser nicht nur die Milz versorgt hat, sondern auch zwei Rippenbrüche diagnostiziert hat, begeben wir uns zum Abendessen mit dem Fürsten in den Speisesaal. Ich nehme mir während dessen vor meine Fähigkeiten in diesem Gebiet möglichst bald vertiefen zu wollen. Sicher ist sicher…

Wir verabreden uns in den nächsten Tagen von den Strapazen des Umzuges zu erholen. Mal sehen, welche Spur sich in dieser Zeit auftun wird.

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road trippin'

Ein riesiger Tiermensch bewegt sich geradewegs auf uns zu, fixiert mich mit seinen Blicken und rennt auf mich zu. Gerade als ich ausweichen will rammt er seine Hörner in meine Magengrube. Der dumpfe Aufschlag reißt mich von meinen Füßen und wirbelt mich durch die Luft. Etwas benommen rette ich mich in Deckung. Jeder einzelne Schlag, den Vigil und Valadil diesem Monster verpassen scheint nur einen Bruchteil seiner intendierten Wirkung zu erzielen. Selbst ein Ablenkungsmanöver scheint seine Wirkung zu verfehlen. Als alles beinahe ein böses Ende nehmen will, tut sich ein Schlag aus dem Inneren der Kutsche, der dem Monstrum den Kopf platzen lässt. Ein verängst kichernder rundlicher Mann mit einer rauchenden Donnerbüchse sitzt dort wie hypnotisiert und kann gerade sein Glück nicht fassen.
Dennoch lassen wir den Händler erst einmal unbeachtet und wenden uns der Versorgung unserer Wunden und den Überresten der Angreifer zu. Da die Sonne schon im Begriff ist hinter dem Horizont zu verschwinden, bereiten wir unser Nachtlager vor. Der aufgrund unserer Missachtung etwas pikierte Händler aus dem Kutscheninnern stellt sich uns als Klaus von Rotstein vor.

Am nächsten Morgen brechen wir auf und schleppen die Kutsche nach Reiksdorf zurück. Dort hat man uns für die Ladung eine Entlohnung versprochen, auch Rotstein will uns hierfür entlohnen. Zur Nachmittagszeit kehren wir zurück und lassen die Waren in einem Zimmer im Roten Mond deponieren, dass wir uns für die Nacht nehmen, dann schicken wir nach dem örtlichen Quacksalber. Im Kampf mit dem Riesen litt Valandil erheblich und hat seitdem Probleme mit seinem Bauch. Ich befürchte die Milz scheint verletzt zu sein, doch auch die Mühen des Quacksalbers und ein Heiltrank scheinen so erfolglos wie meine bisherigen Versuche die Verletzung mit einem Stützverband ruhig zu stellen. Nachdem ich im Wald bereits Teile meines Reiseumhangs zu Verbandmaterial verarbeitet habe, leiste ich mich neuen Mull und das nötigste Gerät für die nächste Zeit. Zum Glück heilen wenigstens die oberflächlichen Wunden gut.

Abends in der Taverne erhalten wir unseren Lohn für die abgelieferten Waren, erhalten aber die Mitteilung, dass die nächste Kutsche nach Stromdorf erst in einiger Zeit wieder verkehren wird. Von Rotstein und dessen Auftraggeber (?) Hendricks bieten uns derweil eine Möglichkeit zum Zwischenverdient an.
Hendricks spricht von unkonventioneller Umzugshilfe für den Fürsten von Aschaffenberg. Getarnt als Bedienstete, die dem Fürsten das Mobiliar in das erst kürzlich bezogene Jagdhaus Grunewald bringen, sollen wir eine drohende Revolte unter seinen Bediensteten aufdecken und verhindern. Der Auftrag sei geeignet für mutiges, kampferprobtes und vor allem verschwiegenes Personal. Er bietet sechs Silberstücke pro Tag und die Auslage der Spesen, also nehmen wir an.

Da Grunewald weit entfernt ist brechen wir am nächsten Morgen zur Dämemrung auf, ohne dass der örtliche Quacksalber nochmals nach Valadil sehen kann. Uns bleibt nichts übrig außer auf eine ruhige Reise zu hoffen.
Endlich regnet es nicht mehr.

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rainy days never say goodbye

In Reiksdorf warte ich im Gasthaus zum “Roten Mond” auf die Kutsche nach Stromdorf. Es regnet bereits seit Tagen in Strömen und das einzige halbwegs verlässliche Reisemittel scheint in unerreichbarer Ferne. Meister Finck trug mir auf merkwürdigen Berichten aus Stromdorf auf dem Grund zu gehen, doch das Wetter scheint etwas anderes geplant zu haben.
Am zweiten Tag, den ich hier nun versuche Zeit totzuschlagen – ersäufen muss man sie ja nicht mehr – gesellen sich ein alter Veteran und ein demonstrativ gelangweiligt dreinschauender Elf mit zu den Wartenden. Wie es der unglaubliche Zufall will, fällt dem Wirt gerade genau jetzt ein, dass man sich demonstrativ über das Ausbleiben der Kutsche zu lamentieren und von den Gefahren den düsteren Reikwaldes zu berichten. Als es schon – wie zu erwarten war – den alten Krieger vor Adrenalinsucht nicht mehr auf seiner Bank halten kann, sehen sich der Elf und ich auf dem Zenit der Langweile wohl ebenfalls zu waghalsigem Aktionismus getrieben. So brechen wir denn im Morgengrauen auf.
Der erwartungsvoll auf- und abdopsende Krieger stellt sich derweil allen Beteiligten als Vigil vor, ein ehemaliger Grubenkäpmfer, der es in Altdorf einmal zu Ehren brachte. Soviel davon mag ich zwar nicht erkennen, aber er gibt sich dennoch unentwegt Mühe um dies unter Beweis zu stellen. Immerhin sieht man unter der Kapuze meines Gewandes nicht, dass ich genauso dämlich dreingucke wie es der Dritte in unserem Bunde macht, ein stummes Langohr namens Valandil.

Nachdem die Formalitäten nun also geklärt wären und auch jede Hoffnung auf besseres Wetter definitiv von allen Beteiligten verworfen wurden, stoßen wir in einem Busch auf einen schlafenden Keiler, der neben der Leiche eines Uniformierten gerade wohl in den Status der “Fressstarre” verfallen ist. Die unbändige Neugier bringt uns dazu, das schlafende Ungeheuer durch laute Geräusche derart einzuschüchtern, dass es vor Schreck über unsere unbändige Dämlichkeit einfach davonrenne… nichteinmal unsere Dämlichkeit bequemte sich zur Flucht, also standen wir noch dämlicher dreinschauend vor einem schlecht gelaunten Keiler. Darauf hat Vigil also gepokert. Gut, ich halte mich dabei also größtenteils im Hintergrund, bis der Keiler nun doch endlich die Flucht ergreifen will. Dies wiederum ist nun doch auch wieder nicht recht, weshalb der Grubenkämpfer seine alten Knochen bemühte und dem Vieh nachstellt, bis es endgültig niedergestreckt ist.
Mit meinen rudimentären medizinischen Fähigkeiten schaffe ich es tatsächlich die ein oder andere kleine Wunde tatsächlich halbwegs zu versorgen, bevor wir die Lage nun genauer inspizieren könnnen. Die Uniformierte Leiche stellt sich mit einiger Wahrscheinlichkeit als Bote heraus, der allerdings zunächst einmal durch eie primitive Speerspitze den Tod fand, bevor der Keiler ihm diesen hätte bescheren können. Eben dessen mit einer hässlichen Fratze verzierter Hintern eignet sich wirklich hervorragend als Abendessen.

Nur ein wenig später nehmen wir in der Ferne Kampflärm wahr. Valandil beweist wirklich vortreffliche Fähigkeiten im Anpirschen und kann von seinem Posten aus eine Kutsche ausmachen, die von einigen undefninierbaren humanoiden Tierwesen in die Zange genommen wird. Der Kutscher liegt bereits tot am Boden, lediglich der Wächter kann noch seine letzten Kräfte mobilisieren um sich zu verteidigen.
Gerade noch bevor der letzte Tiermensch seinen Atem aushauchen konnten sie Verstärkung rufen. In einer kurzen Pause bereiten wir uns auf den Ansturm vor. Etwas Großes bewegt sich auf uns zu…

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